Die Arbeiten in den Fachgruppen richten sich sowohl an Anwender als auch an Entwickler und Hersteller. Ein jährlich stattfindendes Treffen stellt insbesondere die vom Fachausschuss ausgerichtete "International Conference on Architecture of Computing Systems" dar, die im Jahre 2007 bereits zum 20-ten Male stattfindet (ARCS Conference 2007 an der ETH Zürich). Darüberhinaus veranstalten die angegliederten Fachgruppen eine Vielzahl von fachspezifischen Tagungen und Workshops, auf die von den Fachgruppenseiten aus hingewiesen wird. Natürlich sind Sie zur Mitarbeit herzlich eingeladen und können sich jederzeit an die Fachgruppensprecher oder den Fachausschusssprecher wenden.

Als eine weitere Aufgabe hat sich der Fachausschuss zum Ziel gesetzt, ein Forum für Diskussionen zum Thema der Selbstorganisation künftiger Rechner- und Softwarestrukturen zu bilden, um die Komplexität technischer Systeme mit vielen verteilt arbeitenden Rechnerkomponenten auch zukünftig beherrschbar zu halten. Die Komplexität dieser Systeme nimmt zu, was ein neues, mehr am Menschen als an der Technik ausgerichtetes Nutzungs- und Kooperationsmuster erforderlich macht. So müssen sich Computersysteme der Zukunft stark an die Belange menschlichen Lebens und Zusammenlebens anpassen; sie müssen flexibler und autonomer als heutige Systeme arbeiten. Dazu werden sie selbst lebensähnlich aufgebaut sein. Man nennt sie daher "organisch".

Ein "organischer Computer" ist definiert als ein selbstorganisierendes System, das sich den jeweiligen Umgebungsbedürfnissen dynamisch anpasst. Organische Computer sind selbst-konfigurierend, selbst-optimierend, selbst-heilend und selbst-schützend. Der Fachausschuss hat dazu gemeinsam mit den angegliederten Fachgruppen die Organic Computing Initiative (siehe auch das Positionspapier "Organic Computing: Computer- und Systemarchitektur im Jahr 2010") hervorgebracht, aus der insbesondere auch das Schwerpunktprogramm DFG-SPP 1183 "Organic Computing" der Deutschen Forschungsgemeinschaft hervorgegangen ist.